Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Kontakt springen Zur Suche springen Zur Suche springen Zum Footer springen

Njola Impressions Kiteezi

29. Mai - 11. Oktober 2026

In der neuen Installation Kiteezi der ugandischen Künstlerin Nabukenya Allen (Künstlername Njola) wird Müll zur Sprache der Erneuerung. Ausgangspunkt dafür ist ein verheerender Erdrutsch auf der Kiteezi-Deponie, der wichtigsten Abfallentsorgungsanlage der Stadt Kampala.

Eine Person in auffälligen, bunten Kleidern geht über einen Müllhaufen. Die Figur trägt einen großen, schwarzen Rucksack und hat lange, verworrene Haare. Der Himmel ist hell und wolkenlos.
Kiteezi Collection © Giulio Molfese

Über die Ausstellung

Im August 2024 kam es auf der Mülldeponie von Kiteezi zu einem schweren Erdrutsch. Dabei wurden Häuser in der Umgebung zerstört. Viele Menschen verloren ihr Leben. Aus dieser Tragödie entwickelte sich jedoch auch eine Geschichte von Zusammenhalt und Widerstandskraft. Insbesondere die sogenannten Boda-Boda-Fahrer – Kampalas Motorradtaxifahrer, die oft am Rand der Gesellschaft stehen – wurden dabei zu einem unerwarteten Symbol der Hoffnung.

Die Künstlerin Njola greift diese Entwicklung in ihrer Ausstellung „Kiteezi“ auf. In den Boda-Boda-Fahrern erkennt sie das Potenzial, den Umgang mit Müll sichtbar zu machen. Für sie entwirft sie aus alten Autoreifen, Plastiksäcken, Verpackungen und Flip-Flops eine eigene Kollektion.

Aus weggeworfenen Materialien von der Deponie Kiteezi und ihrer Umgebung schafft Njola neue Objekte und verleiht ihnen damit neue Bedeutung. Sie werden zu eindrücklichen Zeichen von Identität und Umweltbewusstsein. Die Ausstellung macht sichtbar, wie eng Umweltzerstörung, soziale Ungleichheit und gemeinschaftliche Stärke miteinander verbunden sind.

„Kiteezi“ ist zugleich ein eindringlicher Aufruf, unseren Umgang mit Müll zu überdenken. Njola nutzt Abfall nicht nur als Material, sondern verweist auch auf globale Herausforderungen wie Konsum, Verschwendung und Umweltverschmutzung. Sie zeigt: Was wir wegwerfen, verschwindet nicht. Es bleibt vielmehr Teil eines weltweiten Kreislaufs.

Kuratiert von Stella Asiimwe

Über Nabukenya Allen (Njola)

Nabukenya Allen, alias Njola, ist eine multidisziplinär arbeitende zeitgenössische Künstlerin, die sich in ihrem Werk mit Themen wie Umweltzerstörung, Materialtransformation und kollektiver Verantwortung auseinandersetzt. Sie ist als artist in residence bei PART International Art Residency Austria zu Gast, in Kooperation mit dem Weltmusem Wien (KHM-Museumsverband).
 

Mein Projekt Kiteezi – Kiteezi change, culture change“ – stellt die Frage: Ffa nfe wakasasiro yaani?” (Wer sind wir in der Gegenwart von Abfall?). In meiner künstlerischen Arbeit untersuche ich das Verhältnis zwischen menschlichem Leben und weggeworfenen Materialien. – Nabukenya Allen alias Njola

Adresse

Theseustempel
Volksgarten, 1010 Wien
Google Maps

Öffnungszeiten

Täglich 11 bis 18 Uhr

Eintritt frei

Unsere Veranstaltungen zur Ausstellung Es erwartet Sie ein vielfältiges Programm

Weitere Ausstellungen