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Anfang d. 20 Jh. | P. C. van Vrijberghe de Coningh

Jumputan-Batik ist eine Batiktechnik, bei der kein Wachs verwendet wird. Stattdessen wird der Stoff mit einem Seil zusammengebunden oder genäht und in Falten gelegt.

Es gibt zwei Techniken zur Herstellung von Jumputan-Batik, nämlich die Ikat-Technik und die Nähtechnik (Tritik). Bei der Ikat-Technik wird der Stoff vor dem Tauchen so fest gebunden, damit beim Entfernen der Bindungen das ersehnte Muster entsteht. Bei der Nähtechnik wird dem Stoff zunächst ein überschüssiges Muster gegeben, das dann mit einem Laufstich entlang der Farblinie mit einem Faden genäht wird. Anschließend wird der Faden so fest wie möglich gezogen, bis der Stoff so eng wie möglich knittert.

Für Jumputan-Batikmotive werden Münzen, Murmeln oder Steine mithilfe von Gummibändern an mehreren Stellen des Stoffes befestigt.

 

Der lokale Name pelangi bezeichnet die Musterungstechnik, bedeutet aber auch so viel wie "bunte Regenbogen". Die zahlreichen kleinen Kreise und Rauten erwecken den Eindruck eines Mosaiks. Flächenaufteilung, Farben und Muster folgen weitgehend indischen Vorbildern. Charakteristisch sind das tiefe Rot des Rahmens und das dunkle Purpur des Mittelfeldes. Als Motive dominieren im Zentrum zwei verschiednen Blütenformen in einem diagonalen Gitter, in den Endpaneelen große Palmetten (Paisley-Motive). Die violettblauen Punkte und Linien wurden offensichtlich nachträglich aufgemalt. Die aus Goldfäden gearbeiteten Klöppelborten, an dem Querenden mit Fransen versehen, findet man auf Tüchern aus Süd- und Westsumatra. Ihre Herstellung ist vermutlich auf europäischen Einfluss zurückzuführen. (Leigh-Theisen/Mittersakschmöller 1995: 108)

Zeit:
Anfang d. 20 Jh.

Material/Technik:
Seide, Farbstoffe, Goldfaden; Plangi, Tritik Bemalung, Klöppelborte

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
146470

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