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Brusttuch, Batik

Kemben

zweite Hälfte des 20. Jh. | Galerie Feichtner & Mizrahi

Ein Brusttuch mit Batikmuster.

Rechteckiges Mittelfeld: auf braunrotem Grund (in Diagonalnetz angeordnete) Streumuster von alternierenden écrufarbene Plangipunkten und -kreisen, umlaufende Tritikeinfassung (ist auf einer Seite des Stoffes nachgezeichnet; ebenso einige Plangipunkte mit aufgemalten Kreisen und Kreuzen versehen sind Tinte, Tusche?). Rest des Tuches in Batiktechnik gemustert - schwarz auf braunem Grund: um das Mittelfeld schmale Rankenbordüre, sonst zur Gänze Diagonalstreifen (alternierend Schraffen und Streifen mit stilisierten Ranken), Enden mit Fransen (ebenfalls Batik).

 

In der Mitte ist eine viereckige Raute, genannt Blumbangan.

 

Kemben ist ein Tuch, das um den Oberkörper gewickelt und über einem Kain Panjang (Hüfttuch) getragen wird. Wenn man die Darstellungen in den javanischen Tempeln betrachtet, kann man feststellen, dass diese Art der Bekleidung bereits seit dem 8. Jahrhundert beliebt war. Auch gegenwärtig wird dieses schulterfreie Kleidungsstück bei zahlreichen indonesischen Ritualen, traditionellen javanischen Tänzen sowie Palastzeremonien in den javanischen Palästen (kraton) getragen. Die nackten Schultern, die beim Tragen von Kemben sichtbar sind, können als Ausdruck von Ästhetik, Eleganz und Weiblichkeit betrachtet werden. Es ist bedauerlich, dass dieses Kleidungsstück immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird.

Zeit:
zweite Hälfte des 20. Jh.

Objektbezeichnung
Brusttuch, Batik

Material/Technik:
Baumwolle

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
176529

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