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Hut

Topi

Hinweis: Nachfolgender Text stammt aus einem Sammlungskatalog des 19. Jahrhunderts und spiegelt in Sprache und Perspektive teilweise koloniale Denkmuster wider. Wir präsentieren den Text in seiner Originalfassung, um die Sammlungsgeschichte transparent zu machen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe zu fördern. Bestimmte Begriffe und Formulierungen können heute als problematisch empfunden werden. Ein Forschungsprojekt aus dem Jahr 2009 kam zu dem Schluss, dass die meisten Beschreibungen sachlich korrekt und weiterhin verwendbar sind; lediglich wenige Details erwiesen sich als ungenau oder fehlerhaft. Ergebnisse dieses Projektes wurden in folgendem Bestandskatalog publiziert: khm-wmw-tm-library.on.worldcat.org/oclc/1457155265"322-324. Hut - "Topi".Ebenfalls aus gespaltenem Bambus geflochten, flach, kegelförmig, aussen mit Oelfarbe und Lack angestrichen, der eine grün mit gelben Figuren bemalt, der andere sehr fein braun lackirt [sic!] und mit Goldmalerei verziert, der dritte endlich gelb, roth [sic!], blau und braun in verschiedenen Figuren, sehr fein lackirt. Solche Hüte werden nicht allein vom kleinen Mann auf Java getragen, sondern auch von den eingebornen Kutschern, die bei den Europäern dienen. Diese Form bildet den eigentlichen Kutscherhut auf allen Plätzen Javas, wo sie Europäer finden. In der äusseren Ausstattung der Lackirung [sic!] und Bemalung gibt es natürlich eine grosse Menge von Variationen. In der Verfertigung und vorzüglich in der färbigen Ausschmückung dieser Kutscherhüte entwickeln die eingebornen Hutmacher eine ungeheure Phantasie. Man hat eine Unzahl von Formen, in verschiedenster Weise lackirt und bemalt, wobei jedoch die Goldfarben, die der Eingeborne von den Chinesen kauft, die Hauptrolle spielen."Zitiert aus: Czurda, F. A. J. (1883). Catalog mit Erklärungen der Etnografischen Privatsammlung des Dr. F. A. J. Czurda in Postelberg (Böhmen). (S. 66). Wien, Wilhelm Braumüller

Sammler/in:
František A. J. Czurda (1844 Pisek - 1886 Cirebon) DNB

Objektbezeichnung
Hut

Kultur
Java

Material/Technik:
Bambus; geflochten, bemalt, lackiert

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
17875

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