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Metallbecken

Gong

Hinweis: Nachfolgender Text stammt aus einem Sammlungskatalog des 19. Jahrhunderts und spiegelt in Sprache und Perspektive teilweise koloniale Denkmuster wider. Wir präsentieren den Text in seiner Originalfassung, um die Sammlungsgeschichte transparent zu machen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe zu fördern. Bestimmte Begriffe und Formulierungen können heute als problematisch empfunden werden. Ein Forschungsprojekt aus dem Jahr 2009 kam zu dem Schluss, dass die meisten Beschreibungen sachlich korrekt und weiterhin verwendbar sind; lediglich wenige Details erwiesen sich als ungenau oder fehlerhaft. Ergebnisse dieses Projektes wurden in folgendem Bestandskatalog publiziert: khm-wmw-tm-library.on.worldcat.org/oclc/1457155265"445. Metallbecken - "Gong"Ein grosses Metallbecken aus Bronze, nicht im Lande verfertigt, sondern aus China eingeführt, im ganzen indischen Archipel anzutreffen. Auf Java, von den Javanen in allen Grössen erzeugt, bildet es das Hauptinstrument ihres nationalen Orchesters, "Gamelang" genannt. Es wird in verschiedener Weise gebraucht. Als Musikinstrument, um in verschiedener Tactweise mittelst eines hölzernen, mit Rohr und Leder umflochtenen Schlägels geschlagen zu werden, oder vor der Moschee aufgehängt, zum Gebete rufend, wenn es nöthig, auch um Teufel und böse Geister zu vertreiben, endlich von den Fischern auf ihren Booten geschlagen, um die Abfahrt und Ankunft ihren Angehörigen an der Küste bekannt zu geben. Jedes Fischerboot hat sein "Gong" an Bord, und jeder Fischer weiss in eigenthümlicher Weise so daran zu schlagen, dass seine Angehörigen nach dem Schlage schon aus grosser Entfernnng seine Ankunft erkennen. Bei Feierlichkeiten, grossen Festen, werden eine Menge solcher "Gongs" in der fürchterlichsten Weise geschlagen, welche Musik die Eingebornen mit monotonem Schreien begleiten. Ein derartiges Concert kann stundenlange währen, ohne die Musiker oder das Publicum zu ermüden."Zitiert aus: Czurda, F. A. J. (1883). Catalog mit Erklärungen der Etnografischen Privatsammlung des Dr. F. A. J. Czurda in Postelberg (Böhmen). (S. 103). Wien, Wilhelm Braumüller 

Sammler/in:
František A. J. Czurda (1844 Pisek - 1886 Cirebon) DNB

Objektbezeichnung
Metallbecken

Material/Technik:
Eisen

Bildrecht
Weltmuseum Wien

Sammlungsbereich
Insulares Südostasien

Inv. Nr.
17690

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