Stories of Traumatic Pasts

Counter-Archives for Future Memories

8. Oktober 2020 bis 3. April 2021
Die Arbeiten der internationalen Gruppenausstellung thematisieren Politiken des Verschweigens und Genealogien des Vergessens von Kolonialismus, Antisemitismus und Turbonationalismus in Belgien, Österreich und dem ehemaligen Jugoslawien.

Über die Ausstellung

Über die Ausstellung

Belgischer Kolonialismus im späten 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert.
Österreichischer Antisemitismus im 20. Jahrhundert.
Turbo-Nationalismus im ehemaligen Jugoslawien seit den 1990er Jahren.

Diese drei historischen Stränge von Gewalt und Vernichtung erzwangen und stützten einen Prozess des Vergessens, der bis heute eine Aufarbeitung der durch sie verursachten Genozide verhindert. Heute droht eine
unfreiwillige bzw. ausgeübte Amnesie all das zu zerstören, was bereits in Hinblick auf ein mögliches Zusammenleben erreicht wurde.
Wir kehren zu diesen traumatischen Ereignissen der Geschichte sowie der jüngsten Vergangenheit mit ihrer zerstörerischen Wirkung auf Gemeinschaften und Völker, Staaten und Territorien zurück und stellen sie einem System von Interventionen gegenüber. Die nach Gräueltaten zurückbleibenden Narben sind zwar oft versteckt und ausgelöscht, lassen sich aber durch künstlerische, wissenschaftliche und politische Reflexionen
zurückholen.

Drei europäische Regionen, ihre Geschichten und ihre gegenwärtigen Erfahrungen der kollektiven Amnesie in Bezug auf traumatische Vergangenheiten stehen im kritischen Fokus der Ausstellung. Die gezeigten Positionen sind Interventionen an Gegenwart und Zukunft und bilden Gegenerzählungen gegen das Vergessen.

Stories of Traumatic Pasts ist das Ergebnis des FWF Forschungsprojekts (AR 439) Genealogie der Amnesie an der Akademie der bildenden Künste.

Teilnehmende Künstler*innen

Valerie Wolf Gang
Nicolas Pommier
Joëlle Sambi Nzeba
Adela Jušić
Lana Čmajčanin
Bojan Djordjev
Sinisa Ilic

 

Dani Gal
Monique Mbeka Phoba
Anja Salomonowitz
Martin Krenn
Arye Wachsmuth
Elisabeth Bakambamba Tambwe

Täglich außer Mittwoch
10 bis 18 Uhr

Weltmuseum Wien

Heldenplatz
1010 Wien

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