Objekt speichern
Sie können die Abbildung für den privaten Gebrauch herunterladen und nutzen. Nutzungsbedingungen & AGBs
Für eine Veröffentlichung (wissenschaftlich oder kommerziell) schicken Sie uns bitte eine Reproduktionsanfrage
Harada Keigaku stammte aus Nishio in der Präfektur Aichi und trug den Künstlernamen Tekkei Sensei (銕圭賤生). Harada erlernte die Zeichenkunst zunächst von Okamoto Toyohiko, einem Maler der Shijō-Schule und studierte in Edo unter Suzuki Nanrei. Später lebte und arbeitete er in Yoshida, einem Stadtteil von Toyohashi in der Präfektur Aichi. Dieses Rollbild zeichnete Harada im Alter von 81 Jahren und dürfte den in den Nihonshoki beschriebenen Sumo-Ringkampf zwischen Nomi no Sukune und Taima no Kehaya darstellen. Die Bildinschrift Shikimori Kagyū-ō (式守蝸牛翁) bezieht sich auf den im Alter angenommenen Künstlernamen des ersten Sumō-Schiedsrichters Shikimori Inosuke, der auch die historische Schrift Sumō in’unkai über die Geheimnisse des Sumō-Ringkampfs verfasste. Das Motiv dieses Rollbilds ist besonders repräsentativ für die ab der Meiji-Periode vorherrschende Historienmalerei. Der Name Kagyū wurde voraussichtlich herangezogen, um die Legitimität des Bildes als ein solches zu untermauern. Dasselbe Motiv zeigen die Sumō ikiningyō (zeitgenössische „Stars“ unter den Sumō Ringern) von Yasumoto Kamehachi, die als Schaustück für die 3. Nationale Industriemesse im Jahr 1890 angefertigt, später von einem Sammler aus den USA erworben wurden und sich nun im Besitz des Museums für zeitgenössische Kunst der Stadt Kumamoto befinden. Dieses Historienbild mit typisch japanischem Motiv dürfte auch unter Nicht-Japanern beliebt gewesen sein. (EN)

Sammler/in:
Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) DNBarrow_outward
Material/Technik:
Material: Papier, Holz
Technik: Rollbild, Tusche und Aquarellfarben
Bildrecht
Weltmuseum Wien
Sammlungsbereich
Ostasien
Geographie
Ostasien/Japan
Inv. Nr.
34875



















